Freitag, 26. Mai 2017

~Rezension~ Verzweifelte Hoffnung von Janine Zachariae


Verzweifelte Hoffnung von Janine Zachariae
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Worum geht's?

Erinnerungen.
Sie kommen immer öfter. Erinnerungen an den Unfall, bei dem ihre Mutter und Sam ums Leben gekommen sind. Erinnerungen daran, wie sie seinen Zwillingsbruder aus dem Autor gerettet hat. An ihren besten Freund und die Liebe ihres Lebens, die sie aufgeben musste.
Erinnerungen an die Worte, die er ihr eines Nachts zugeflüstert hatte: „Eines Tages, Alice, wirst du an diesen Augenblick zurückdenken und erkennen, was du heute hättest erkennen müssen.“ Sie sieht ihren Bruder, der ängstlich in einer Ecke steht und zusehen muss, wie ihr Mann sie schlägt. Die Worte des Jungen, den sie einst geliebt hatte, kommen ihr wieder in den Sinn und sie weiß, dass sie etwas ändern muss. Doch ist sie gefangen in einem Strudel aus Geheimnissen.
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Meine Meinung:
Vielen Dank an Janine für das Rezi-Exemplar

Das Cover ist sehr schön und es passt super zur Geschichte.
Der KT klingt nach einer interessanten, aber auch sehr traurigen Story.

Erste Zeilen:
Manchmal ist alles, was zählt, dass man aufgefangen wird. Dass es Menschen im Leben gibt, die für einen da sind, die zeigen, dass man nich allein ist. Manche haben aber keinen Halt.

Der Schreibstil war für mich erst ungewohnt, etwas holprig. Aber nach ein paar
Seiten war ich mittendrin in dieser Geschichte. Ich habe das Buch dann auch
innerhalb weniger Stunden durchgelesen. Denn ich musste unbedingt wissen, was alles
noch passiert und wie es weitergeht. Es ließ sich nicht zur Seite legen.
Außerdem hat die Autorin das Setting so toll beschrieben, dass ich gar nicht anders konnte, als
weiter zu lesen.

Es geht in dieser Geschichte hauptsächlich um Gewalt und Missbrauch in der Ehe, kein einfaches Thema. An einigen Stellen war es aufgrund der Thematik schwer weiter zu lesen. Aber ich musste es, denn es war besonders toll zu lesen, wie die Protagonistin mit der Geschichte wächst. Wie sie kämpft, für sich und ihren Bruder... für ihre kleine Familie.
Janine gelingt es sehr gut dieses, doch schwierige Thema, auf eine sehr einfühlsame Weise zu erzählen.

Die Liebe zu ihrem Mann hatte sich im Laufe der Jahre gefestigt. Sie war vorhanden. Alice liebte ihn, konnte aber oft mit seiner Art nicht umgehen. Aber sie hatte keine andere Wahl. Seite 19


Man erfährt immer wieder kleine Stücke aus der Vergangenheit und so werden die Fragen, die einem als Leser vielleicht aufkommen mögen, beantwortet. Ich finde auch, dass diese Schreibweise eine gewisse Spannung aufrecht erhält und es nicht langweilig wird. Es gibt einige interessante Wendungen mit denen ich so nicht gerechnet hätte.

Alle Charaktere sind in diesem Buch super ausgearbeitet. Sie haben Ecken und Kanten. Jeder ist auf seine Art für die Geschichte wichtig. Es gab auch Charaktere, die ich gut und gerne aus dem Buch gezogen hätte. Aber auch sie gehörten in die Story.

Alles in allem ein Buch mit einem schweren Thema, aber eines das ihr lesen solltet. Denn die Entwicklung der Protagonisten, egal in welche Richtung, hat Janine sehr gut eingefangen und zu Papier gebracht.

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Die Autorin:
Janine Zachariae ist leidenschaftliche Leserin und schreibt seit ihrer Kindheit selbst Geschichten. Sie hatte früh angefangen, sich selbst Gute-Nacht-Geschichten auszudenken und fing mit acht Jahren schließlich an Ihre eigene Geschichten zu erfinden und aufzuschreiben. Begonnen hat alles mit einfachen Fan-Fiktions, später kamen Gedichte und Kurzgeschichten hinzu. Mit siebzehn hat sie sich an ihren ersten Roman gewagt. Viele Jahre mussten vergehen, ehe sie sich traute, mit ihren Werken an die Öffentlichkeit zu treten. Ihren ersten Schritt machte sie dann 2015 mit „Lydia – Zerplatzte Träume“. Die gebürtige Heilbad Heiligenstädterin wohnt nun in der Nähe von Darmstadt, ist verheiratet und seit 2012 Mutter eines wunderbaren Sohnes. Neben der Schreiberei ist sie Bloggerin und arbeitet Teilzeit.

Quelle : www.amazon.de

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